Textauszug: Die Einwohner dieser Region scheinen alle vom ostfriesischen Busfahrsyndrom geprägt zu sein. Alle wollen in die erste Reihe sitzen oder besser gesagt, ein Haus mit direktem Zugang zum Meer bewohnen. Entsprechend dicht besiedelt sind die Küstenstreifen, Buchten und Seitenarme der Flüsse im Pinellas County im Westen Floridas. Fast Tür an Tür stehen Bungalows und Holzhäuser mit ihren flachen Giebeln. Sie alle verfügen über einen obligatorischen Bootsanleger. Die meisten Boote sind jedoch nicht zu Wasser gelassen, sondern schweben sturm- und algensicher in einem Holzgestell rund einen Meter über der Wasseroberfläche.
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Textauszug: Keine Frage, wie nirgendwo sonst auf dem Erdball ist ein Kanal zum Symbol für eine herausragende Ingenieurleistung und für eine ganze Nation geworden. Der Panamakanal, oder wie er offiziell heißt, der Canal de Panamá, hat auch rund 100 Jahre seit seiner Fertigstellung im Jahre 1914 nichts an Faszination eingebüßt. Über 81,6 Kilometer erstreckt sich die schiffbare Verbindungsachse zwischen dem Atlantik bei Cristóbal und dem Pazifik bei Balboa. Wobei die Tangente durch das enge Teilstück Mittelamerikas entlang des 13 Kilometer langen Teilstücks am Gaillard Cut ihre spektakulärste Passage aufweist.
Textauszug: Mehr Robinson-Feeling geht nicht. Dazu wirkt das Ganze wie eine Fata Morgana. Mitten im Nichts, mitten im Indischen Ozean liegt die vielleicht 120, 130 Meter lange und 20 Meter breite Sandbank. Während Daniel Defoes Romanheld Crusoe Schiffbruch erlitt und auf einer unbekannten Insel verschollen ist, nähern wir uns im gemächlichen Tempo auf einem kleinen, weißen Motorboot dem von Wellen umspülten Sandhaufen. Doch dies ist beileibe nicht der einzige Unterschied zu der literarischen Figur: Während Robinson bekanntlich auf Freitag wartete, sind wir hierher gekommen, um inmitten der Inselwelt der Malediven den Sonnenuntergang zu erwarten. Und dies ganz stilvoll in einem außergewöhnlichen Ambiente mit nur einer Handvoll Leuten.
Textauszug: So müssen sich Ölsardinen fühlen. Der Neoprenanzug ist eng wie eine Wurstpelle, lässt sich nur mit großer Mühe über die Oberschenkel streifen. Tauchlehrerin Alice zieht den Reißverschluss am Rücken hoch. Schon fühlt man sich ein wenig wie ein muskulöses Kraftpaket, wie ein Rocky Balboa mit Schwimmflossen und Bleigurt. Doch der optische Eindruck täuscht. Kaum ist die höllenschwere Sauerstoffflasche auf den Rücken geschnallt, gehe ich fast unweigerlich in die Knie. Und das soll Spaß machen? Die Skepsis steigt. Wie soll man sich als Pellwurst mit Stein auf dem Rücken im Wasser bewegen können?
Textauszug: Das Paradies ist relativ klein und flach. Und von türkisblauem Wasser umspült. Der höchste Punkt liegt gerade einmal einen Meter über dem Meeresspiegel. Hier gedeihen keine Apfelbäume. Dafür Palmen und stolze Orchideen. Verführerische Schlangen sind hier ebenfalls nicht zu finden. Stattdessen tummeln sich auf dem knapp 1.000 Meter langen und 200 Meter breiten Fleckchen Erde Schildkröten, Geckos und ein paar Flughunde. Gleichwohl warten hier zahllose Verlockungen vor allem auf Sonnenhungrige, Erholungs- und Ruhesuchende sowie Wassersportler.
Textauszug: Die Malediven – das sind Traumstrände und Trauminseln mit mehr oder weniger luxuriösen Resorts. Doch es gibt auch die echten, etwas anderen Malediven. So etwa auf Hinnavaru. Mit rund 3.000 Einwohnern avanciert die gerade einmal 650 Meter lange und 225 Meter breite Insel zum größten bewohnten Island im Lhaviyani Atoll. Und die Insel rund 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Malé scheint langsam zu klein zu werden. Daher wurde ein aufwendiges Landgewinnungsprogramm gestartet.
Textauszug: „Sind alle bereit für ein bisschen Spaß? Sind alle bereit für eine geöffnete Bar? Denn genau so lieben wir es hier in Aruba“, ruft der bullige Seemann mit dem kurz geschorenen Haar und dem nackten Oberkörper, während er etwas ungeduldig von Bein zu Bein hüpft. „Na, nicht so zögerlich“, fordert Ryan noch vor dem ersten Stopp an der Catatina Bay unweit des beliebten Arashi Beach die Gäste halb lachend zu einem Cocktail auf und liefert gleich die Begründung hinterher: „Zwei, drei Aruba Ariba und ihr seht nicht nur viel mehr Fische, nein, die Fische wirken auch gleich doppelt so groß!“
Textauszug: Die weit verbreitete Wetterlüge wird gleich nach der Ankunft auf dem Königin Beatrix Flughafen entlarvt. Von wegen 365 Tage purer Sonnenschein im Jahr. Da fallen doch tatsächlich ein paar Regentropfen vom Himmel. Vielleicht sind es aber auch nur Freudentränen, die hier als eine Art Begrüßungsritual fließen. Was nicht auszuschließen ist. Schließlich nennt sich Aruba nicht von ungefähr „one happy island“ – eine Insel der Glückseeligkeit inmitten der Karibik, in der einem angesichts des fast dreiminütigen Dauerregens das Gefühl beschleicht, als höre man, wie die einheimische Flora mit einem gierigen Gluck-Gluck das überaus seltene Nass aufsaugt.
Textauszug: Curaçao ist die größte Insel der Niederländischen Antillen und liegt zwischen Aruba und Bonaire, die ebenso zu den ABC-Inseln gehören. Entdeckt wurde das Island 1499 von Alonso de Ojeda, einem Leutnant von Kolumbus. Die spanischen Besatzer nannten das Land im Wasser zunächst „Isla de los Gigantes“ (Insel der Riesen), da die indianischen Ureinwohner sehr groß waren. Nur wenig später tauchte der Name „Curaçao“ erstmals auf, der sich höchstwahrscheinlich von dem spanischen Wort „Corazon“ (Herz) herleitet. Curaçao liegt etwa 70 km nördlich von Venezuela entfernt, im südlichen Teil des Karibischen Meeres, in hurrikanfreiem Gebiet.
Textauszug: Die zweimotorigen Maschinen sind das wichtigste Transportmittel der Dominikaner. Ohne Helm und Schutzkleidung, dafür aber mit Hühnern auf der Lenkstange, Kühlschränken auf dem Gepäckträger oder drei bis vier Personen auf der Sitzbank knattern die Zweitakter ameisengleich über die geschäftigen Straßen. Etwas beängstigend wirken jene, bei denen der Fahrer eine Gasflasche auf dem Schoß hält und eine zweite hinter drauf geschnallt hat. Da wird jedes Überholmanöver zur Zitterpartie – insbesondere bei den erschreckend schlechten Straßenverhältnissen und den mitunter knietiefen Schlaglöchern.
Textauszug: Kein Zweifel, Argentiniens Nationalparks sind eine Reise wert – und dies nicht nur für ausgesprochene Naturliebhaber. Von der Provinz Jujuy bis zum südlichsten Punkt des Landes in der Provinz Tierra del Fuego bieten die 34 Schutzgebieten eine enorme Artenvielfalt und kontrastreiche Landschaften: die charakteristische Wüstennatur der Andenhochebene Puna und ihrer Berge, das intensive Grün des Dschungels, die Pampa mit ihren meerähnlichen Grasflächen, der Chaco als Königreich des Quebracho und die Hochebenen Patagoniens mit jahrhundertealten Wäldern und türkisblauen Seen.