Textauszug: Allabendlich versammeln sich Touristen und Einheimische am Mallory Square, um die Sonne in den schillerndsten Farben im Golf von Mexiko versinken zu sehen. Hier scheint die Sonne am hellsten, wenn sie untergeht. Ein Naturschauspiel, das stets von einem ausgelassenen Straßenfest, der sogenannten „Sunset Celebration“, begleitet wird. Ist die Sonne dann von Musiker und Heerscharen von Gauklern, Entfesslungskünstlern, Jongleuren und Magiern zu Bett gebracht worden, erwacht das Leben in den von Bars, Straßencafes, Pubs und Restaurant gesäumten Straßen. Key West an der Südspitze der Florida Keys ist eine Mischung aus amerikanischer Lebensart gepaart mit der Lebensfreude und Rhythmus der Karibik, ein Paradies am sonnenverwöhnten Golf von Mexiko mit glasklarem Wasser, einladenden Sandstränden und subtropischer Vegetation.
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Textauszug: Die Flora und Fauna ist schlichtweg atemberaubend. Alligatoren und Gürteltiere, aber auch Schildkröten und Millionen von Wasservögeln bevölkern das Merritt Island National Wildlife Refuge. Doch die Idylle an der Ostküste Floridas trügt. Denn das überaus beeindruckende Tierschutzgebiet dient als Sperrzone um das Kennedy Space Center in Cape Canaveral, das unlängst zu einer der größten Touristenattraktionen im Sunshine State geworden ist. Und die Mischung aus Weltraumbahnhof, Forschungszentrum und Museum erweist sich schon bei der Anfahrt auf das 56 Hektar große Gelände als eine sichtbare Hommage an die US-Raumfahrt. Ein stolzes, wenngleich mit Rückschlägen behaftetes, überaus interessantes und spannungsgeladenes Kapitel der amerikanischen Geschichte, dass voller Stolz, gleichzeitig glorifiziert und mit Blick durch die rosa Brille präsentiert wird.
Textauszug: Die Einwohner dieser Region scheinen alle vom ostfriesischen Busfahrsyndrom geprägt zu sein. Alle wollen in die erste Reihe sitzen oder besser gesagt, ein Haus mit direktem Zugang zum Meer bewohnen. Entsprechend dicht besiedelt sind die Küstenstreifen, Buchten und Seitenarme der Flüsse im Pinellas County im Westen Floridas. Fast Tür an Tür stehen Bungalows und Holzhäuser mit ihren flachen Giebeln. Sie alle verfügen über einen obligatorischen Bootsanleger. Die meisten Boote sind jedoch nicht zu Wasser gelassen, sondern schweben sturm- und algensicher in einem Holzgestell rund einen Meter über der Wasseroberfläche.
Textauszug: Keine Frage, wie nirgendwo sonst auf dem Erdball ist ein Kanal zum Symbol für eine herausragende Ingenieurleistung und für eine ganze Nation geworden. Der Panamakanal, oder wie er offiziell heißt, der Canal de Panamá, hat auch rund 100 Jahre seit seiner Fertigstellung im Jahre 1914 nichts an Faszination eingebüßt. Über 81,6 Kilometer erstreckt sich die schiffbare Verbindungsachse zwischen dem Atlantik bei Cristóbal und dem Pazifik bei Balboa. Wobei die Tangente durch das enge Teilstück Mittelamerikas entlang des 13 Kilometer langen Teilstücks am Gaillard Cut ihre spektakulärste Passage aufweist.
Textauszug: Mehr Robinson-Feeling geht nicht. Dazu wirkt das Ganze wie eine Fata Morgana. Mitten im Nichts, mitten im Indischen Ozean liegt die vielleicht 120, 130 Meter lange und 20 Meter breite Sandbank. Während Daniel Defoes Romanheld Crusoe Schiffbruch erlitt und auf einer unbekannten Insel verschollen ist, nähern wir uns im gemächlichen Tempo auf einem kleinen, weißen Motorboot dem von Wellen umspülten Sandhaufen. Doch dies ist beileibe nicht der einzige Unterschied zu der literarischen Figur: Während Robinson bekanntlich auf Freitag wartete, sind wir hierher gekommen, um inmitten der Inselwelt der Malediven den Sonnenuntergang zu erwarten. Und dies ganz stilvoll in einem außergewöhnlichen Ambiente mit nur einer Handvoll Leuten.
Textauszug: So müssen sich Ölsardinen fühlen. Der Neoprenanzug ist eng wie eine Wurstpelle, lässt sich nur mit großer Mühe über die Oberschenkel streifen. Tauchlehrerin Alice zieht den Reißverschluss am Rücken hoch. Schon fühlt man sich ein wenig wie ein muskulöses Kraftpaket, wie ein Rocky Balboa mit Schwimmflossen und Bleigurt. Doch der optische Eindruck täuscht. Kaum ist die höllenschwere Sauerstoffflasche auf den Rücken geschnallt, gehe ich fast unweigerlich in die Knie. Und das soll Spaß machen? Die Skepsis steigt. Wie soll man sich als Pellwurst mit Stein auf dem Rücken im Wasser bewegen können?
Textauszug: Das Paradies ist relativ klein und flach. Und von türkisblauem Wasser umspült. Der höchste Punkt liegt gerade einmal einen Meter über dem Meeresspiegel. Hier gedeihen keine Apfelbäume. Dafür Palmen und stolze Orchideen. Verführerische Schlangen sind hier ebenfalls nicht zu finden. Stattdessen tummeln sich auf dem knapp 1.000 Meter langen und 200 Meter breiten Fleckchen Erde Schildkröten, Geckos und ein paar Flughunde. Gleichwohl warten hier zahllose Verlockungen vor allem auf Sonnenhungrige, Erholungs- und Ruhesuchende sowie Wassersportler.
Textauszug: Die Malediven – das sind Traumstrände und Trauminseln mit mehr oder weniger luxuriösen Resorts. Doch es gibt auch die echten, etwas anderen Malediven. So etwa auf Hinnavaru. Mit rund 3.000 Einwohnern avanciert die gerade einmal 650 Meter lange und 225 Meter breite Insel zum größten bewohnten Island im Lhaviyani Atoll. Und die Insel rund 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Malé scheint langsam zu klein zu werden. Daher wurde ein aufwendiges Landgewinnungsprogramm gestartet.
Textauszug: „Sind alle bereit für ein bisschen Spaß? Sind alle bereit für eine geöffnete Bar? Denn genau so lieben wir es hier in Aruba“, ruft der bullige Seemann mit dem kurz geschorenen Haar und dem nackten Oberkörper, während er etwas ungeduldig von Bein zu Bein hüpft. „Na, nicht so zögerlich“, fordert Ryan noch vor dem ersten Stopp an der Catatina Bay unweit des beliebten Arashi Beach die Gäste halb lachend zu einem Cocktail auf und liefert gleich die Begründung hinterher: „Zwei, drei Aruba Ariba und ihr seht nicht nur viel mehr Fische, nein, die Fische wirken auch gleich doppelt so groß!“
Textauszug: Die weit verbreitete Wetterlüge wird gleich nach der Ankunft auf dem Königin Beatrix Flughafen entlarvt. Von wegen 365 Tage purer Sonnenschein im Jahr. Da fallen doch tatsächlich ein paar Regentropfen vom Himmel. Vielleicht sind es aber auch nur Freudentränen, die hier als eine Art Begrüßungsritual fließen. Was nicht auszuschließen ist. Schließlich nennt sich Aruba nicht von ungefähr „one happy island“ – eine Insel der Glückseeligkeit inmitten der Karibik, in der einem angesichts des fast dreiminütigen Dauerregens das Gefühl beschleicht, als höre man, wie die einheimische Flora mit einem gierigen Gluck-Gluck das überaus seltene Nass aufsaugt.
Textauszug: Curaçao ist die größte Insel der Niederländischen Antillen und liegt zwischen Aruba und Bonaire, die ebenso zu den ABC-Inseln gehören. Entdeckt wurde das Island 1499 von Alonso de Ojeda, einem Leutnant von Kolumbus. Die spanischen Besatzer nannten das Land im Wasser zunächst „Isla de los Gigantes“ (Insel der Riesen), da die indianischen Ureinwohner sehr groß waren. Nur wenig später tauchte der Name „Curaçao“ erstmals auf, der sich höchstwahrscheinlich von dem spanischen Wort „Corazon“ (Herz) herleitet. Curaçao liegt etwa 70 km nördlich von Venezuela entfernt, im südlichen Teil des Karibischen Meeres, in hurrikanfreiem Gebiet.