Textauszug: Die lange Liste namhafter Gäste zieren mit den Prinzen Charles und Andrew sowie Lady Diana Angehörige des britischen Königshauses. Auch viele andere Stars und Sternchen, Reiche, Schöne und Gefönte waren hier schon zu Gast. Wohl auch, weil das Stocks Hotel abseits der üblichen Touristenpfade auf der herrlich ruhigen Kanalinsel Sark liegt. Ein mit gerade einmal 4,8 Kilometern Länge und 2,4 Kilometern Breite überaus überschaubares Island im Golf von St. Malo, das weder zu Großbritannien, noch zur EU gehört und als britischer Kronbesitz entsprechend einen Sonderstatus genießt.
Thema: Test des Stocks Hotel auf der Kanalinsel Sark
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Textauszug: Ja, der Hugo. Da steht er mitten im Park. Gekrümmt, auf einen Stock gestützt und mit Hut in der Hand. Den Blick stur gen Frankreich gerichtet. Keine Frage, auf Guernsey kann sich niemand seiner Faszination entziehen. Im Gegenteil. Schriftsteller Victor Hugo scheint auch weit mehr als ein Jahrhundert nach seinem Tode im Jahre 1885 fast schon magnetische Wirkung auszuüben. Seine Spuren und Fußabdrücke hat er überall auf der Kanalinsel hinterlassen.
Textauszug: Ishtar, die babylonische und hethitische Göttin der Liebe und des Kriegs, spielt Empfangsdame – wenn auch nur als Wandskulptur. Schon ihr Anblick ist die erste Überraschung beim Betreten des nach außen eher unscheinbaren Hotels in den Gassen von Saint Peter Port, der Hauptstadt von Guernsey. Versteckt an einer langen Stiege, den Constitution Steps, weist an der fensterlosen Front des Erdgeschosses wenig darauf hin, dass sich hinter der Tür eine der wohl begeisterndsten Hotelentdeckungen der Kanalinseln verbirgt. Während Ishtar den kleinen Empfangsraum weitgehend für sich hat, findet sich gleich nebenan in einem kleinen, mit Ledersesseln und Stoffsofa bestückten Raum die winzige Rezeption des erst im Herbst 2015 eröffneten Ziggurat Hotels.
Textauszug: Das Klickklack der Hufe sind die einzigen Geräusche, die neben dem Knarren der Reifen und dem Zwitschern der Vögel zu vernehmen sind. Bob ist eher der gemütliche Typ. Er lebt Entschleunigung und ist auf Sark so etwas wie die vierbeinige Verkehrsbremse. Bob ist so langsam, dass man ihm im Gehen problemlos die Hufe beschlagen könnte. Mit einer Eselsgeduld trottet das kräftige Pferd mit der Kutsche im Schlepptau über die geschotterten Straßen und Gassen der autofreien Kanalinsel. Dabei ist sein Aktionsradius bei den Miniausmaßen von Sark mit gerade einmal 4,8 Kilometern Länge und 2,4 Kilometern Breite durchaus überschaubar.
Textauszug: „Jersey ist ein perfekter kleiner, von der Sonne verwöhnter Minikosmos“, schwärmt Hugh Gill mit funkelnden Augen. Ein Satz wie aus einer Werbebroschüre. Doch schnell wird klar, was der rüstige Rentner meint. Denn das Leuchten in seinen Augen ist echt, ebenso die Begeisterung für das Island. Schon nach wenigen Kilometern im Fahrradsattel wird deutlich, dass die Aussage von Hugh mehr als nur leere Worte beinhaltet. Spektakuläre Klippen und wildromantische, von Palmen gesäumte Buchten bestimmen das Landschaftsbild. Malerische Dörfer und Ansiedlungen, entlegene Cottages umgeben von goldgelben Sandstränden, das bläulich schimmernde Meer sowie unzählige Felder, saftig grüne Wiesen und ein immenser Reichtum an Wildblumen ziehen an uns vorbei.
Textauszug: Spektakuläre Klippen, malerische Strände und wildromantische, von Palmen gesäumte Buchten bestimmen das Landschaftsbild. Auf nur 118 Quadratkilometern präsentiert sich Jersey als ein paradiesisches Kleinod am warmen Golfstrom – von der Sonne verwöhnt, dazu mediterranes Flair sowie ein erfrischende Mischung aus französischer Lebensart und britischem Lifestyle. So beeindruckend wie der Tidenhub, der zwischen den Gezeiten um sage und schreibe 13 Meter schwankt, gestaltet sich auch die lange, bewegte Geschichte des Islands.
Textauszug: Unter den Staaten Europas genießt Jersey in jeglicher Hinsicht eine Sonderstellung. Seit sich die Insulaner im Jahr 1204 dafür aussprachen, loyal zur englischen Krone zu stehen, genießen sie nicht nur eine 800jährige Unabhängigkeit, sondern auch zahlreiche Privilegien. Das 118 Quadratkilometer große Inselreich ist nicht Teil des Vereinigten Königreichs, gehört aber zu den Britischen Inseln. Allerdings untersteht die Insel im Verteidigungsfall der Regierung in London. Der Zwergstaat im Ärmelkanal ist auch nicht Mitglied der Europäischen Union. Als Großbritannien Anfang der 70er Jahre dem europäischen Staatenbund beitrat, wurde ein spezielles Übereinkommen getroffen, dass den freien Warenverkehr zwischen Jersey und den EU-Mitgliedsländern garantiert. Ebenso wurden der finanzielle Status, die Eigenständigkeit und die Unabhängigkeit der Insel weiterhin sichergestellt.
Textauszug: Die letzte Schlacht ist längst geschlagen. Und seit 1964 fliegen hier nicht mehr die Fetzen, die Pflanzenfetzen wohl gemerkt. Geblieben ist jedoch der Name der Battle of Flowers, die seit weit mehr als 100 Jahren zum größten Festival auf der Kanalinsel Jersey avanciert. Die Wurzeln der Blumenschlacht, die heute mehr durch Blumenpracht in aller Munde ist, reichen zurück bis in das Jahr 1902, als die Insulaner anlässlich der Krönung des englischen Königspaares Edward VII. und Alexandra eine Blumenparade auf die Beine stellten.