Textauszug: Wer das ehemalige Kasernengelände im Herzen der dänischen Hauptstadt Kopenhagen betritt, spürt sofort, hier ist etwas anders. Vielleicht liegt es an den bunt bemalten Mauern, vielleicht an der improvisierten Architektur, vielleicht an der Mischung aus Lagerfeuerduft, Freiheit und einem Hauch von Rebellion, der in der Luft liegt. Sicher ist nur: Die dänische Ordnung bleibt am Eingangstor von Christiania zurück, und man selbst tritt ein in ein soziales Experiment, das seit über fünfzig Jahren erstaunlich lebendig ist. Die Geschichte beginnt im Jahre 1971, als eine Gruppe von Aussteigern, Idealisten und Hausbesetzern beschloss, ein verlassenes Militärgelände in Christianshavn zu ihrem eigenen kleinen Utopia zu erklären.
Thema: Christiania – Aussteigerlegende in Kopenhagen
Länge: 5.980 Zeichen
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Textauszug: Langsam, ganz langsam schiebt sich die Vasco da Gama die Kieler Förde entlang Richtung Ostsee. Das Wasser glitzert verheißungsvoll und der Alltag winkt freundlich vom Ufer der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt zum Abschied. Während das markant blau-weiße Kreuzfahrtschiff sich im gemächlichen Tempo an Mönkeberg und Laboe vorbeischiebt, mischt sich an Deck eine salzige Brise mit Vorfreude. Denn die Route führt gen Norden, dorthin, wo die Häuser bunt, die Menschen entspannt und die Zimtschnecken legendär sind. Zwischen Deckchair, leichtem Seegang und Dinner wird klar: Diese Reise ist kein bloßer Ortswechsel, sondern eine Ode an den Norden mit Kurs auf skandinavische Gelassenheit und spektakuläre Fjordpanoramen.