Textauszug: Das überwiegend buddhistisch geprägte Vietnam bringen sicher die wenigsten mit dem Weihnachtsmann in Verbindung. Und doch tummeln sich zahlreiche Gestalten mit roten Kopftüchern mit weißem Saum am Wegesrand. Einige tragen schwer – wenn auch nicht unbedingt gut gefüllte Jutesäcke. Sie haben auch keinen Rauschebart. Der Gedanke kommt auf, es könnte sich um Weihnachtswichtel handeln – weibliche wohl gemerkt. Nur dass die Wichtel statt Geschenke zu verpacken, Reis ernten, mit einem Reisigbesen fegen, Teppiche knüpfen oder Holz schnitzen. Die emsigen Damen, die vielfach freundlich ihre vergoldeten Zähne aufblitzen lassen, gehören den „Roten Dao“ (auch „Dzao“) an, einem von 27 Volkstämmen, die im gebirgigen Region im Norden Vietnams leben. All diese ethnischen Minderheiten sind in der Regel an ihren jeweiligen Kopfbedeckungen sowie teilweise an ihrer Tracht zu erkennen.
Thema: Wandern rund um das vietnamesische Sapa
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Textauszug: Schöner kann ein Land einen trotz dichter Wolkendecke bei Temperaturen von 29 Grad Celsius kaum begrüßen. Auch ohne die Sonne zu sehen, strahlen die Neuankömmlinge am Tan Son Nhat Flughafen von Ho Chi Minh City um die Wette. Denn kaum haben sie vietnamesischen Boden betreten und die Einreiseformalitäten hinter sich gebracht, schon sind sie Millionär. Einige sogar Multimillionär. Denn in der Wechselstube wandern für gerade einmal 50 Euro mehr als 1,28 Millionen vietnamesische Dollar über den Tresen. Und manch einer der frisch gebackenen Dollar-Millionäre hofft, den riesigen Batzen Geld bei der Ausreise eins zu eins zurücktauschen zu können. Direkt gegenüber vom Terminal liegt ein riesiges Parkhaus speziell für Motorroller. Tausende Zweiräder sind hier dicht an dicht abgestellt. Und sekündlich scheinen neue Zweitakter hinzuzukommen.
Textauszug: Ein bisschen sehen die beiden Turmruinen aus wie stattliche Eckzähne, an denen der Zahn der Zeit genagt hat. Ein Gemäuer, das hier und da nur durch ein wenig Mörtel zusammengehalten scheint. Wo einst ein 40 Meter hoher und 22 Meter breiter Torbogen die Türme verband, ist heute freie Sicht. Die markanten Teile des einstigen Eingangsportals sind im Laufe der Jahrhunderte fast um die Hälfte geschrumpft – oder besser gesagt geschrumpft worden. Statt des ursprünglichen Gardemaßes von 65 Metern messen die beiden mit blauen, weißen und goldfarbenen Mosaiken verzierten Steinkolosse heute lediglich noch 38 Meter. Und doch lässt sich erahnen, wie prachtvoll der Ak Serai Palast in Shahrisabz dereinst gewesen sein muss.
Textauszug: Im Prinzip sind es nur Felsen, mächtige Kalksteinfelsen, um genau zu sein. Dazu satt grüne Bäume sowie hier und da feinster Sand. Dazwischen liegt herrlich türkisblaues Wasser. Aber und an hüpfen ein paar Delfine aus den Fluten. Fast so, als wollten sie sich an dem Anblick erfreuen. Und vom wolkenfreien lacht die Sonne. Ach was, der Lorenz knallt, lässt die Quecksilbersäule auf mehr als 30 Grad Celsius steigen und rückt den famosen Mu Ko Ang Thong National Park in ein phantastisches Licht. Eine Bilderbuchkulisse im Golf von Thailand, deren Anblick unweigerlich Glückshormone freisetzt.
Textauszug: Muckelig warm ist es. Vielleicht 27, vielleicht 28 Grad Celsius. Und die Luftfeuchtigkeit ist einen Tick zu hoch. Aber dies ist nicht der einzige Grund, warum schon vor dem Start der Schweiß im wahrsten Sinne des Wortes fließt. Der Blick fällt zurück auf die Thanon Charoen Krung. Eine der vielen, vielen Straßen in Bangkok, die fast rund um die Uhr dem Verkehrsinfarkt erliegt. Stoßstange an Stoßstange schieben sich die Autos, Roller und unzähligen Tuk Tuks hier im Schneckentempo voran. Keine Frage, in Thailands pulsierender Hauptstadt gibt es viel zu wenig Straße für viel zu viele Autos. So gesehen, scheint die geplante Radtour durch die Zwölf-Millionen-Metropole am Chao Phraya River wohl doch keine so gute Idee gewesen zu sein.
Textauszug: Polierte Marmorplatten, dicke Teppiche, in die der Fuß bei jedem Schritt förmlich einsinkt, und hochwertige Holzfußböden weisen einem den Weg durch das Mövenpick Sukhumvit; Schritt für Schritt durch eine herrliche Oase inmitten des Großstadtdschungels in Thailands pulsierender Hauptstadt Bangkok. Der Hotelkomplex mit seinen beiden achtgeschossigen Zwillingstürmen und seinem über zwei Stockwerke hohen, künstlichen Wasserfall liegt zentral und ruhig nur einen Steinwurf vom geschäftigen Treiben und dem nie enden wollenden Gewusel der Haupteinkaufsader entlang der Sukhumvit Soi mit ihren modernen Shoppingtempeln entfernt. 
Textauszug: Mit seinen Palästen, Minaretten, Moscheen, steinalten Festungen, Karawansereien und Oasen schwingt sich Usbekistan mehr und mehr zu einem beliebten Reiseziel an der legendären Seidenstraße auf. Wobei allein der Klang der Namen von Oasenstädten wie Chiwa, Bukhara oder Samarkand unweigerlich Träume aus 1001 Nacht weckt. Gerne wird angesichts des Charmes solcher Städte von den Reisenden die Tatsache verdrängt, dass die ehemalige Sowjetrepublik seit Jahr und Tag von einem diktatorischen Regime regiert wird. Wohl auch, weil der gemeine Touristen mit Ausnahme der etwas umständlichen Einreisekontrolle kaum etwas davon mitbekommt. Dabei erhält das Reisen nach und in Usbekistan nun ein besonderes Geschmäckle. Zumindest dann, wenn man mit Uzbekistan Airways unterwegs ist. Die staatliche Airline, die unter anderem die Hauptstadt Taschkent mit Frankfurt am Main verbindet, geht nämlich dazu über, nicht nur die Koffer und das Handgepäck, sondern gleich auch den gesamten Fluggast mit zu verwiegen.
Textauszug: Staubig ist es – und heiß. Kein Wunder, liegt Bukhara (auch Buchara) doch mitten in der Wüste. Doch mit der romantischen Vorstellung einer kleinen Oase mit einer Wasserstelle und ein paar Palmen hat dieses Fleckchen Erde an der legendären Seidenstraße in Usbekistan wenig zu tun. 270.000 Einwohner tummeln sich in der riesigen Oasenstadt. Von der umliegenden Kysylkum-Wüste ist im Herzen von Bukhara, das in der Landessprache Buxuro heißt, wenig zu spüren. Stattdessen erinnert das malerische Zentrum an einen wahr gewordenes Märchen aus 1001 und einer Nacht. Mehr als 140 architektonische Meisterwerke aus verschiedenen Jahrhunderten – allesamt in Lehmfarben oder Blau-Töne gehüllt und vielfach mit kunstvollen Ornamenten, Fliesen und Mosaiken verziert – dokumentieren auf kleinem Raum die ganze Pracht des Orients.
Textauszug: Grün ist es im Immer-warm-Land, wie Malaysia hier und da liebevoll genannt wird. Grün ist es vor allem rund um Taiping. Was daran liegt, dass die 220.000-Seelen-Gemeinde im Nordwesten der malaiischen Halbinsel reichlich mit Niederschlägen gesegnet ist. Denn Taiping ist so etwas wie die Regenhauptstadt Malaysias. Rund 4.000 Milliliter Niederschlag werden hier im Mittel pro Jahr gemessen. Dabei vergeht kaum ein Tag, an dem Petrus hier nicht wenigstens für ein paar Augenblicke die Himmelsschleusen öffnet. Ein Phänomen, das dazu führt, dass es in Taiping längst Volkssport ist, auf den Regen zu wetten. Die Bewohner stellen daher einen Teller auf dem zentralen Marktplatz auf und messen den exakten Zeitpunkt, wann der erste Tropfen des Tages auf den Teller trifft. Eine Art Regen-Lotterie, bei dem derjenige den täglich neu gefüllten Jackpot knackt, der die genaue Uhrzeit des Regenfalls vorherzusagen vermag.