Textauzszug; Schon die Anfahrt wirkt wie eine Reise in die Vergangenheit. Vorbei an schier unzähligen Plattenbausiedlungen führt der Weg in den Berliner Stadtteil Hohenschönhausen zur ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Das von hohen Sicherheitszäunen umgebene Gefängnis in dem früheren Sperrbezirk im Osten der Hauptstadt steht für die 44-jährige Geschichte politischer Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR und ist heute als Gedenkstätte zu einem Synonym für politische Strafverfolgung und Justizwillkür im ehemals geteilten Deutschland geworden.
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Textauszug: Die farbenfrohen historischen Busse, die wie die kunterbunten Luzzu-Boote lange Jahre das Bild der Insel bestimmten, sind seit 2011 von den Straßen verschwunden. Leider. Und doch mit Blick auf den Umweltschutz und die Sicherheit wohl eine vernünftige Entscheidung. Die unspektakulären Nachfolgemodelle schwärmen noch immer sternförmig vom zentralen Busbahnhof vor den Stadtmauern der Hauptstadt Valletta in alle Inselteile aus.
Textauszug: Der leichte Bauchansatz ist stummer Zeuge. Mark Reid liebt den Genuss von Bier. Und Wandern. Am liebsten beides in Kombination. Mehr als 18.000 Kilometer will der 43-jährige nach eigenem Bekunden in den zurückliegenden 15 Jahren allein im Norden Englands auf Schusters Rappen zurückgelegt haben. Wie viele Gläser Bier er sich während seiner ausgiebigen Wanderungen gegönnt hat, vermag er nicht zu sagen. Auf jeden Fall gehört für ihn ein Pint of Bitter zum mittäglichen Stopp in einem Pub dazu – ebenso wie zur abendlichen Einkehr in eines der vielen gemütlichen Landgasthäuser.
Textauszug: Fast scheint es, als hätte sich Mark Graham etwas Mut antrinken müssen. Mit einem fast leer getrunkenen Pint of Bitter in der Hand verlässt er das King’s Arms Pub am Ufer der Ouse River im ostenglischen York. Draußen warten rund vier Dutzend Menschen gebannt auf den gräulich melierten Mann, der mit seinen stahlblauen Augen ein wenig an Anthony Hopkins in seiner Paraderolle als Hannibal Lecter erinnert. Ganz in Schwarz gekleidet, mit schwarzem, knielangen Mantel und Lederhandschuhen führt er die Menschenmenge direkt ans Ufer des Flusses.
Textauszug: Die Abenteuer von Winnie-the-Pooh, in Deutschland als „Pu der Bär“ bekannt, müssen die Teilnehmer nicht alle kennen. Doch der berühmte Kinderbuchheld aus der Feder von Alan Alexander Milne stand bei der Idee für die Ausrichtung der World Pooh Sticks Championships Pate. Der kleine Bär wirft in einer der Erzählungen aus dem Band „The House at Pooh Corner“ mit seinen Freunden Stöcke an einer Brücke in den Fluss, rennt dann zur anderen Brückenseite, um zu sehen, wessen Stock als Erster durch die Brücke durchgeschwommen ist. Aus der Kindergeschichte und dem Kinderspiel ist längst ein Wettbewerb mit Weltmeisterschaftsstatus geworden.
Textauszug: Mitten in einem verwilderten Waldstück liegt diese anmutige Schönheit. Unter einem Blätterdach scheint sich die Frau auf matschigem Untergrund einen Schlafplatz gesucht zu haben. Statt eines wellenden Haupthaares zieren Grasbüsche ihren Kopf. Ihr Körper ist von Moosen überzogen. Keine Frage, die von Susan Hills geschaffene „Mud Maid“ ist einer der besonderen Hingucker in den Lost Gardens of Heligan. Nur einen Steinwurf entfernt fällt mit dem „Giant’s Head, dem Kopf des Riesen, eine weitere bepflanzte und überwachsene Erdskulpturen in den Blick.
Textauszug: Charles Dickens lebt! Die meisten seiner Romanfiguren auch. Da wird Oliver Twist von einer wütenden Meute verfolgt. Da nimmt Nicholas Nickleby eine Stellung als Hilfslehrer in Dotheboys Hall an und David Copperfield feiert einen grandiosen beruflichen Aufstieg bis hin zum Parlamentsreporter und Schriftsteller. Selbst der alte Geizkragen Ebenezer Scrooge aus der berühmten Weihnachtsgeschichte gibt sich die Ehre. Keine Frage, in Dickens World im ostenglischen Chatham wird ein bedeutendes Kapitel der Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts lebendig. Die Zeitreise in dem grandiosen Freizeitpark unweit der Historic Dockyard kommt einer Reise für alle Sinne gleich.
Textauszug: Im ostenglischen Ashton fliegen alljährlich im Herbst die Kastanien tief. Nicht weil in dem Kleinstädtchen in der Grafschaft Northamptonshire kräftig an den Bäumen gerüttelt wird, sondern weil sich hier seit 1965 am zweiten Sonntag im Oktober die internationale Elite im Kastanienzerschmettern trifft, um ihren Weltmeister zu ermitteln. Bei dem Wettbewerb stehen sich in verschiedenen Ausscheidungsrunden jeweils zwei Teilnehmer mit auf einer 30 Zentimeter langen Schnur aufgezogenen Kastanien gegenüber und schlagen abwechselnd die Früchte der Buchengewächse gegeneinander. Ziel ist es, die Kastanien des jeweiligen Gegenübers zu zerschmettern, um in die nächste Runde einzuziehen.
Textauszug: Dinosaurier leben hier schon lange nicht mehr. Ihre Fußabdrücke haben sie jedoch an vielen Stellen deutlich sichtbar hinterlassen. Hinzu kommen Tausende von Muscheln und Einzellern, deren fossile Abdrücke vor allem während der Herbststürme an der Jurassic Coast angespült oder freigelegt werden. Die auffällig roten Klippen entlang der englischen Südküste zwischen Studland Bay in der Grafschaft Dorset und Exmouth in Devon verdanken ihre Farbe dem hohen Eisengehalt und dokumentieren wie die vielen spektakulären Funde 185 Millionen Jahre Erdgeschichte. Neben prächtigen Jurafelsen sind an dem 160 Kilometer langen Küstenabschnitt, der im Jahre 2001 von der UNESCO in den Status des Weltnaturerbes erhoben wurde, auch ältere Trias- und jüngere Kreidefelsen zu sehen.
Textauszug: Die schnellste, wenngleich auch kostspieligste Verbindung vom europäischen Festland zum Vereinigten Königreich bestand mit dem Luftkissenboot zwischen dem französischen Calais und dem ostenglischen Dover. Im Jahre 2000 wirbelte letztmalig ein Hovercraft über den Ärmelkanal. Zum einen, weil die seit den 1960er Jahren betrieben Luftkissenboote in die Jahre gekommen waren, zum anderen, weil neue Flugrouten und der Kanaltunnel das Preisgefüge mächtig durcheinander gerüttelt hatten. Dennoch endete damit die Geschichte der rund 13.000 PS starken und propellerbetriebenen Luftkissenfähre nicht gänzlich. Noch heute wird ein Hovercraft-Service zwischen dem südenglischen Southsea unweit von Portsmouth und der Isle of Wight aufrecht erhalten.
Textauszug: “When in Rome do as the Romans do“, sagt der Engländer. Gleiches gilt natürlich auch für Touristen oder Besucher Londons, die nur ungern als solche enttarnt werden möchten und lieber als Einheimische durchgehen wollen. Manche Dinge sind absolut tabu, andere ein Muss. Es ist ein Trugsschluss zu glauben, dass sich diese vielgestaltige Stadt durch einen Besuch der in Wachs verewigten Stars und Sternchen bei Madame Tussaud`s, der Kronjuwelen oder der Wachablösung erschließen lässt. Vielmehr sollte man sich an den Gepflogenheiten der echten Londoner, der so genannten Cockneys, orientieren. Wer wie ein echter Londoner auf die Frage „Been there, done that?“ souverän mit „Sure“ antworten können möchte, sollte unbedingt das nachstehende Exkursionsprogramm umsetzen. Auch wer den Empfehlungen nur in Auszügen folgt, wird feststellen, wie endlos facettenreich die Millionenmetropole an der Themse ist.