Textauszug: Wenn der Morgennebel über dem gigantischen Krater des Mount Aso aufsteigt, scheint selbst die Erde für einen Moment die Luft anzuhalten. Das Land dampft, als wolle es seine Urkraft offenbaren. Schwefelduft hängt in der Luft, und das Licht bricht auf silbrigen Furchen, die der Regen in den schwarzen Fels gezeichnet hat. Kyūshū, Japans südlichste der vier Hauptinseln, ist bekannt für ihre Wärme, ihre Vulkane, ihre Gastfreundschaft. Kumamoto ist ihr ruhender Pol – das Herz, in dem diese Energien zusammenfinden. Hier mischt sich der Rhythmus der Samurai-Geschichte mit dem klaren Klang von Quellenwasser, das unaufhörlich unter der Stadt strömt. Kumamoto nennt sich die „Stadt der Wasseradern“. Dieses Bild passt, denn wie feine Adern zieht sich der Fluss der Tradition durch jede Gasse.
Thema: Das japanische Kumamoto
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