Textauszug: Die Kabinentür schließt sich mit einem sanften Klacken, die Triebwerke beginnen zu summen und die Flugbegleiter schreiten mit der Routine von unzähligen Flugstunden durch den Mittelgang. Es ist jener Moment, in dem die Welt am Boden bleibt und das digitale Leben für eine Weile pausieren sollte. Doch während die Sicherheitsunterweisungen über die Bildschirme flimmern, wandern unzählige Daumen über leuchtende Displays. Es ist ein stilles Ritual der Moderne: Der letzte Check der E-Mails, ein finales Like auf Instagram und das Absenden einer Nachricht, die den Daheimgebliebenen mitteilt, dass man nun abhebt. Inmitten dieser geschäftigen Stille bleibt eine kleine Geste oft aus, sei es aus Vergessenheit, Ignoranz oder dem festen Glauben, dass das eigene kleine Gerät gegen die gewaltige Technik eines Airbus oder einer Boeing ohnehin nichts ausrichten könne.
Thema: Warum der Flugmodus Pflicht ist
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Textauszug: Wer hat nicht schon einmal diese kleine, peinliche Zeremonie am Check-in-Schalter erlebt? Da stellen Passagier ihre prall gefüllten Koffer auf die Waage, und das kleine digitale Display leuchtet ihnen mit einer Zahl entgegen, die so unerhört hoch ist, dass sie glatt als Telefonnummer einer Fluggesellschaft in Rechnung gestellt werden könnte. Übergewicht! Und dann beginnt der augenzwinkernde Notfallplan der Airlines, die einen zwingen, den Koffer zu öffnen und – quasi als Akt der göttlichen Fügung – die schwersten Gegenstände herauszuholen und sie feierlich ins Handgepäck zu verfrachten.