Textauszug: Im Terminal herrscht geschäftiges Treiben. Rollkoffer rattern über den Boden, Monitore blinken, irgendwo piept ein Scanner. Doch wer genauer hinsieht, entdeckt eine bemerkenswerte Veränderung: Immer häufiger fehlt der Mensch auf der anderen Seite des Schalters. Stattdessen steht dort ein Bildschirm. Ein paar Klicks, Pass oder Smartphone vor den Scanner, Sitzplatz bestätigen, Bordkarte aufs Handy laden – fertig. Jedenfalls fast. Denn wer Gepäck dabei hat, darf anschließend immer häufiger selbst Hand anlegen. Koffer auf die Waage, Gepäckanhänger ausdrucken, am Griff befestigen, den Koffer auf das Band stellen und hoffen, dass die Maschine das gute Stück anstandslos verschluckt.
Thema: Warum Passagiere immer mehr Leistungen erbringen müssen
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Textauszug: Wer hat nicht schon einmal diese kleine, peinliche Zeremonie am Check-in-Schalter erlebt? Da stellen Passagier ihre prall gefüllten Koffer auf die Waage, und das kleine digitale Display leuchtet ihnen mit einer Zahl entgegen, die so unerhört hoch ist, dass sie glatt als Telefonnummer einer Fluggesellschaft in Rechnung gestellt werden könnte. Übergewicht! Und dann beginnt der augenzwinkernde Notfallplan der Airlines, die einen zwingen, den Koffer zu öffnen und – quasi als Akt der göttlichen Fügung – die schwersten Gegenstände herauszuholen und sie feierlich ins Handgepäck zu verfrachten.
Textauszug: Lange bevor der Flieger bestiegen wird, geht das Gepäck bereits auf Reise. Am Check-In-Schalter finden die Koffer wie von Geisterhand beflügelt über ein kilometerlanges Gewirr an unterirdischen Förderbändern den Weg in den Bauch des Flugzeuges, um dann am Zielflughafen genauso dezent wieder aufzutauchen. Ein Vorgang, wie er sich tagtäglich millionenfach an den Flughäfen dieser Welt wiederholt. Und nur wenige Gepäckstücke bleiben dabei auf der Strecke. Den Weg zum Erfolg, oder besser gesagt zurück zum Fluggast, garantieren dabei drei Buchstaben. Dieser so genannte Drei-Letter-Code befindet sich ausgedruckt auf den Bandarolen, die dem Koffer beim Einchecken angehängt werden. Ein Blick auf den Anhänger genügt, und schon wird klar, wohin die Reise geht. FRA steht beispielsweise für Frankfurt/Main, BRE für Bremen, HAM für Hamburg und DTM für Dortmund.
Textauszug: Jetzt ist es amtlich: Verreisen ist genauso effektiv wie ein sportliches Fitnessprogramm. Denn eine Reise stellt große Anforderungen an die Fitness. Da müssen schon in den eigenen vier Wänden zahllose Meter zurückgelegt werden, um alle Klamotten für die Reise zusammen zu bekommen; da müssen scheinbar tonnenschwere Gepäckstücke ins Auto, Taxi, den Bus oder die Gepäckablage geliftet werden und da müssen auf Bahnhöfen und Flughäfen schier endlose Wege mit dem Gepäck unter dem Arm zurückgelegt werden.