Belgrad – wild, warm, widersprüchlich

Belgrad - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Belgrad ist wie ein guter Rakija: kräftig, überraschend und mit einer Wärme, die man erst merkt, wenn es schon zu spät ist. Zwischen den Flüssen Save und Donau liegt eine Metropole, die so oft zerstört und wieder aufgebaut wurde, dass sie eine gewisse Nonchalance gegenüber der Zeit entwickelt hat. Vielleicht ist es genau diese Haltung, die Belgrad so unwiderstehlich macht. Die serbische Hauptstadt zeigt sie sich als wilde Mischung aus brutalistischen Betonklötzen, osmanischen Relikten, Habsburger Charme und futuristischen Neubauten – ein urbanes Patchwork, das erstaunlich gut funktioniert. Hier ein sozialistisches Wohngebäude, dort ein türkisches Badehaus, daneben ein hipper Coffeeshop.

Thema: Streifzug durch Serbiens Hauptstadt
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Belgrad Silos: Vom Speicher zur Partyzone

Belgrad Silos - Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Ein wenig muten die Sonnenhungrigen an wie die Hühner auf der Stange. Liegestuhl an Liegestuhl sitzen sie in einer langen Reihe direkt an der Kaimauer am Ufer der Donau. Dabei macht es scheinbar den wenigsten etwas aus, dass die Quecksilbersäule längst die 30-Grad-Celsius-Marke deutlich überschritten hat. So gesehen, droht sich das Gros der menschlichen Hühner in der prallen Sonne früher oder später unweigerlich in Brathähnchen zu verwandeln. Auch dies scheint niemanden wirklich zu stören. Während aus den Boxen lautstark Technomusik erklingt und engagierte DJs eigene Kreationen präsentieren, genießt das überwiegend zwischen 20 und 40 Jahre alte Publikum kühles Bier aus kleinen Flaschen beziehungsweise den einen oder anderen frisch gemixten Cocktail.

Thema: Belgrad Silos als Partymeile und Kreativzone
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