Textauszug: Tief im Südwesten Bulgariens, nur einen Steinwurf von der griechischen Grenze entfernt, schmiegt sich die kleinste Stadt des Landes in ein enges Tal, das von einer Laune der Natur geformt wurde. Wer sich Melnik nähert, erblickt zuerst nicht die Häuser, sondern die gigantischen, ockerfarbenen Sandsteinpyramiden, die wie erstarrte Wellen eines urzeitlichen Meeres über der Siedlung thronen. Diese bizarren Formationen sind das Ergebnis jahrtausendelanger Erosion und verleihen der Umgebung eine fast schon sakrale Dramatik. Es ist eine Landschaft, die gleichermaßen zerbrechlich und unumstößlich wirkt. Inmitten dieser geologischen Skulpturen liegt ein Ort, der offiziell kaum mehr als 200 Seelen zählt und dennoch stolz das Stadtrecht verteidigt.
Thema: Bulgariens kleinste Stadt
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