Hydra – Insel im ureigenen Rhythmus

Hydra, Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Wer sich der Insel vom Piräus aus nähert, bemerkt zuerst das Verschwinden der Hektik. Das Schiff gleitet vorbei an den kargen Felsen der Peloponnes-Küste, bis sich plötzlich eine Bucht öffnet, die wie ein steinernes Amphitheater aus dem tiefblauen Meer emporragt. Fischerboote schaukeln einträchtig neben eleganten Yachten, die Taue knarren, die Luft riecht nach Salz, Diesel, Zimt und nassem Kalk. Hydra ist kein Ort für Eilige. Es ist ein Ort, der fast schon dazu zwingt, den Gang herunterzuschalten, noch bevor der Fuß den gepflasterten Kai berührt hat. Das Fehlen von Motorengeräuschen ist das erste, was das Bewusstsein erreicht. Hier gibt es keine hupenden Motorroller, keine stinkenden Abgase von Linienbussen und keine Mietwagen.

Thema: Die autofreie griechische Insel Hydra
Länge: 7.331 Zeichen
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