Textauszug: Nebelschwaden liegen über dem Wasser. Es blubbert und sprudelt und ein leicht schwefeliger Duft liegt in der Luft. Am Beckenrand sitzt ein Mann so wie Gott in geschaffen hat auf einem Holzschemel. Mit einem kleinen Eimer gießt er immer wieder Wasser über seinen Körper, um sich zu reinigen. Erst dann folgte der Gang ins Wasser. „Wir Japaner reinigen uns, um zu baden. Die meisten Europäer baden, um sich zu reinigen“, erläutert Akito Uemura im feinsten Englisch einen der wichtigsten kulturellen Unterschiede zu den Bewohner aus dem Land des Lächelns.
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Textauszug: 8.00 Uhr: Härtest auf Strohmatten
Textauszug: „Yoku irasshaimasu!“ – „Herzlich willkommen!“ Das Land des Lächelns empfängt mich mit einem eben solchen und dies in Person von Akito Uemura. Der obligatorischen Verbeugung folgt eine völlig unjapanische Geste, das Händeschütteln. Hier im Schatten der mächtigen Burganlage von Kumamoto, einer 670.000-Seelen-Gemeinde auf Japans südlichster Hauptinsel Kyushu, treffe ich meine Gastgeber zum ersten Mal in den Räumlichkeiten der Kumamoto International Foundation. Diese Organisation hat sich darauf spezialisiert, ausländischen Gästen, vornehmlich Studenten, einen Aufenthalt in einer japanischen Familie zu ermöglichen – und dies vollkommen kostenfrei.
Textauszug: Die ältere Dame im blauen Baumwollkimono sinkt vor mir auf die Knie und bewegt sich lächelnd, mit einer kurzen Verbeugung rückwärts aus dem Raum. Sie tut dies nicht, weil ich anbetungswürdig oder gar von göttlichem Geblüt bin. Für sie gehört dieses Ritual zum Alltag, ist Ausdruck der Gastfreundschaft und des Respekts gegenüber den Gästen im Ryokan, jener traditionellen Übernachtungsstätte, in der das ursprüngliche Japan auf Schritt und Tritt erleb- und erfahrbar ist.
Textauszug: In unserem mobilen Kommunikationszeitalter galt bis dato, dass nur Esel ständig online sind. Eine Feststellung, die sich eigentlich allein auf menschliche Zweibeiner bezog. Nun aber haben einige Grautiere, wenn auch nicht ganz freiwillig, das mobile Internet für sich entdeckt. Im israelischen Themenpark Kfar Kedem unweit von Nazareth traben einige Vertreter der Lasttierfraktion nun mit Touristen auf dem Rücken und einem kleinen WLan-Router um den Hals durch die historische Landschaft Galiläas. Damit mutieren die Unpaarhufer mit denn fünf Lendenwirbeln zu einem mobilen Internetzugang.
Textauszug: Türme und Zinnen in allen Farben des Universums funkeln und glänzen um die Wette. Auch Kirchen und Tempel lassen einem weniger aus religiösen Gründen, sondern aufgrund ihrer vergänglichen Schönheit den Atem stocken. Ganz zu schweigen von der Vielzahl an prächtigen Skulpturen, kunstvollen Gebäuden und Brücken, die sich in der fast 600 Quadratmeter großen Fantasiewelt aus Schnee und Eis finden. Der Anblick der frostigen Kunstwerke im nordchinesischen Harbin lässt Jahr für Jahr weit mehr als eine Million Besucher vor Begeisterung förmlich dahin schmelzen.