Textauszug: Das kakifarbene Hemd, die dunkelbraune Hose, die dicken Schuhe und die Lederkette um den Hals mit einem mächtigen Krokodilzahn daran lassen Aaron Rodwell ein wenig wie die Filmlegende Paul Hogan im Kinoklassiker „Crocodile Dundee“ aussehen. Und wie der Hollywoodstar kämpft der 35-jährige aus Darwin in Australiens Northern Territory regelmäßig mit Krokodilen. Allerdings nicht mit einem Buschmesser, geschweige denn mit der bloßen Hand.
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Textauszug: In Brisbane, der Hauptstadt des nordöstlichen Bundesstaates von Australien, drehen die Besucher nicht am Rad, sondern drehen sich neuerdings mit dem Rad. Denn die ohnehin überaus reizvolle Zwei-Millionen-Metropole ist um eine weitere Attraktion reicher: Das Wheel of Brisbane. Das im Frühsommer 2010 eingeweihte, 60 Meter hohe Riesenrad mit seinen 42 vollklimatisierten Gondeln, die jeweils bis zu sechs Erwachsenen und zwei Kindern Platz bieten, ist der perfekte Ort, um aus luftiger Höhe die prächtige Skyline mit dem Wahrzeichen, der Story Bridge, den vielen Glas-Stahl-Konstruktionen und der gotischen St John’s Kathedrale in Augenschein zu nehmen.
Textauszug: Karneval in Rio ist jedem ein Begriff. Doch vom Karneval in Australien dürften bislang nur die wenigsten gehört haben. Dabei gehört der Reef and Rainforest Carnival, der Riff- und Regenwald-Karneval, längst zu den etablierten Großveranstaltungen des Fünften Kontinents. Seit 1994 steigt der zehntägige Feiermarathon im sonst eher beschaulichen Hafenstädtchen Port Douglas im Bundesstaat Queensland. So auch vom 22. bis 31. Mai 2009. Während die 5.000-Seelen-Gemeinde im Norden Australiens in der übrigen Zeit des Jahres vor allem als Startpunkt für Touren zum nahe gelegenen Great Barrier Reef genutzt wird, avanciert der Küstenort Ende Mai für zehn Tage und neun Nächte zum Mekka feierlustiger Karnevalisten aus aller Welt.
Textauszug: Mitten im ältesten Regenwald der Welt stehen insgesamt 15 Holzhäuser auf hohen Stelzen. Zum einen, um sie weniger anfällig für die gefräßigen Termiten zu machen, zum anderen, damit der Wind besser durch das Tal zieht. „Wawu-karrba“ heißt der Ort in der Sprache der Aborigines, was nicht weniger bedeutet als „Heilen der Seele“. Und die können die Gäste der Lodge im Daintree fraglos richtig baumeln lassen. „Stress hasn’t arrived here yet“, beteuert Terry Maloney, der gemeinsam mit seiner Frau und seinen Angestellten für eine entspannte Atmosphäre sorgt.
Textauszug: Willie Gordon gehört zum Stamm der Nugal-warra. Deren heiliges Land liegt zwischen Cooktown und Hope Vale auf der Halbinsel Cape York im äußersten Nordosten Australiens. Und eben dieses heilige Land stellt er an sechs Tagen in der Woche Interessierten vor. Er führt sie zu den Geburtsstätten seines Stammes, zeigt ihnen ein paar Staubstraßen-Kilometer westlich von Cooktown Höhlenmalereien aus den Generationen seiner Vorfahren und verrät, wie man in der Wildnis überleben kann.
Textauszug: Im Minutentakt scheinen die mächtigen Bergzüge der Great Dividing Range zu schrumpfen. Bei jedem Blick zurück wirken die nordöstlichen Ausläufer von Australiens größter Gebirgskette immer kleiner, bis sie fast nur noch als Linie am Horizont zu erkennen sind. Und auch das beschauliche Hafenstädtchen Port Douglas ist mit Wohlwollen nur noch als Punkt in der braun-grünen Masse aus Bergzug und Wald zu erahnen. Stunde um Stunde bewegt sich das Boot im immer gleichen Rhythmus der Wellen auf und ab.
Textauszug: Die donnernde Brandung des Great Southern Ocean und die bisweilen heftigen Winde haben deutlich sichtbar ihre Spuren hinterlassen. Über viele Jahrhunderte wandelten die gewaltigen Naturkräfte die wilden Kalksteinklippen zu bizarren Felsformationen. Genau hier im Süden des australischen Bundesstaates Victoria, wo weitläufige Strände und riesige Regenwälder sich mit zerklüfteten Küstenabschnitten abwechseln, entstand dank der Muskelhypothek von Veteranen des 1. Weltkrieges zwischen 1919 und 1933 mit der Great Ocean Road die wohl spektakulärste Küstenstraße der Welt.
Textauszug: Nein, mit den großen Hauptstädten der Welt hat Canberra wenig gemeinsam. Auch aus dem langen Schatten der pulsierenden Millionenstädte Sydney und Melbourne konnte Australiens Kapitale bis dato nicht heraustreten. Ganz im Gegenteil: fälschlicherweise wird der Sitz der Regierung und des Parlaments des fünften Kontinents oft als langweilige Beamtenstadt oder gar als „Australiens größte beleuchtete Viehweide“ tituliert. Tatsächlich jedoch ist Canberra eine moderne Metropole mit hoher Lebensqualität inmitten einer landschaftlich reizvollen Umgebung.
Textauszug: Ohne Frage, die Harbour Bridge gilt zusammen mit der Oper als das markanteste Wahrzeichen der australischen Millionenmetropole Sydney. Eine gigantische Stahlkonstruktion, die mit einer Länge von 1.105 Metern nur wenige Zentimeter kürzer als die Golden Gate Bridge in San Francisco ist. Und der 1932 fertiggestellte „Old Coathanger“, der alte Kleiderbügel, über den täglich mehr als 200.000 Autos rollen, bietet den wohl atemberaubendsten Blick auf die größte Stadt des fünften Kontinents und deren weitläufigen Hafen. Während sich das Gros der Touristen darauf beschränkt, die 200 Stufen zum Ausguck in einem der vier Pylonen zu erklimmen, wartet auf die Wagemutigeren eine ungleich größere Herausforderung: der Bridge Climb.
Textauszug: Auf der roten Erde im Schatten von Palmen und Bäumen stehen zumeist fensterlose Wellblechhütten oder einfach Holzbauten auf kurzen Stelzen, deren Dächer mit Palmen- oder Bananenblättern gedeckt sind. Hier gibt es keine Architekten, die den Bau planen, hier gibt es keine Statiker, die sich Gedanken um die Standfestigkeit machen. Irgendwie wirken die zusammen gewürfelten Ansiedlungen wie ein Teil aus der Baumarktwerbung. Motto: „Es gibt immer was zu tun.“