
Textauszug: Berge, jede Menge Wüste, herrlich grüne Oasen und drei Meere kennzeichnen die landschaftliche Vielfalt Israels. Einem Land, das halb so groß ist wie die Schweiz, aber ein riesiges Spektrum zwischen bedeutenden archäologischen Funden, spannenden und pulsierenden Städten wie Jerusalem und Tel Aviv, Begegnungen mit Geschichte und Geschichten an fast jeder Straßenecke und einer abwechselungsreichen Natur bietet. Zwischen dem Berg Hermon, wo zeitweise sogar Skifahren möglich ist, und den Küsten des Mittelmeeres, des Roten Meeres und des Toten Meeres, wo Badespaß und Erholung groß geschrieben werden, gibt es viel zu entdecken.
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Textauszug: Mit seinen Palästen, Minaretten, Moscheen, steinalten Festungen, Karawansereien und Oasen schwingt sich Usbekistan mehr und mehr zu einem beliebten Reiseziel an der legendären Seidenstraße auf. Wobei allein der Klang der Namen von Oasenstädten wie Chiwa, Bukhara oder Samarkand unweigerlich Träume aus 1001 Nacht weckt. Gerne wird angesichts des Charmes solcher Städte von den Reisenden die Tatsache verdrängt, dass die ehemalige Sowjetrepublik seit Jahr und Tag von einem diktatorischen Regime regiert wird. Wohl auch, weil der gemeine Touristen mit Ausnahme der etwas umständlichen Einreisekontrolle kaum etwas davon mitbekommt. Dabei erhält das Reisen nach und in Usbekistan nun ein besonderes Geschmäckle. Zumindest dann, wenn man mit Uzbekistan Airways unterwegs ist. Die staatliche Airline, die unter anderem die Hauptstadt Taschkent mit Frankfurt am Main verbindet, geht nämlich dazu über, nicht nur die Koffer und das Handgepäck, sondern gleich auch den gesamten Fluggast mit zu verwiegen.
Textauszug: Staubig ist es – und heiß. Kein Wunder, liegt Bukhara (auch Buchara) doch mitten in der Wüste. Doch mit der romantischen Vorstellung einer kleinen Oase mit einer Wasserstelle und ein paar Palmen hat dieses Fleckchen Erde an der legendären Seidenstraße in Usbekistan wenig zu tun. 270.000 Einwohner tummeln sich in der riesigen Oasenstadt. Von der umliegenden Kysylkum-Wüste ist im Herzen von Bukhara, das in der Landessprache Buxuro heißt, wenig zu spüren. Stattdessen erinnert das malerische Zentrum an einen wahr gewordenes Märchen aus 1001 und einer Nacht. Mehr als 140 architektonische Meisterwerke aus verschiedenen Jahrhunderten – allesamt in Lehmfarben oder Blau-Töne gehüllt und vielfach mit kunstvollen Ornamenten, Fliesen und Mosaiken verziert – dokumentieren auf kleinem Raum die ganze Pracht des Orients.
Textauszug: Grün ist es im Immer-warm-Land, wie Malaysia hier und da liebevoll genannt wird. Grün ist es vor allem rund um Taiping. Was daran liegt, dass die 220.000-Seelen-Gemeinde im Nordwesten der malaiischen Halbinsel reichlich mit Niederschlägen gesegnet ist. Denn Taiping ist so etwas wie die Regenhauptstadt Malaysias. Rund 4.000 Milliliter Niederschlag werden hier im Mittel pro Jahr gemessen. Dabei vergeht kaum ein Tag, an dem Petrus hier nicht wenigstens für ein paar Augenblicke die Himmelsschleusen öffnet. Ein Phänomen, das dazu führt, dass es in Taiping längst Volkssport ist, auf den Regen zu wetten. Die Bewohner stellen daher einen Teller auf dem zentralen Marktplatz auf und messen den exakten Zeitpunkt, wann der erste Tropfen des Tages auf den Teller trifft. Eine Art Regen-Lotterie, bei dem derjenige den täglich neu gefüllten Jackpot knackt, der die genaue Uhrzeit des Regenfalls vorherzusagen vermag.
Textauszug: Viel wissen die meisten über Aserbaidschan wenig. Der Name der Hauptstadt Baku ist vielen ein Begriff. Auch dass der Eurovision Song Contest im Jahre 2012 in der Zwei-Millionen-Stadt am Kaspischen Meer ausgetragen wurde, ist bekannt. Das war es dann allerdings schon. Okay, dass Ex-Bundestrainer Berti Vogts von 2008 bis 2014 mit mäßigem Erfolg versuchte, Aserbaidschan aus dem Dornröschenschlaf der Fußballzwerge zu erwecken, ist zumindest den Freunden des Runden, das ins Eckige muss, geläufig. Aserbaidschan liegt geografisch in Asien. Gleichwohl fühlt sich die Kaukasus-Republik mehr und mehr zu Europa hingezogen. Bertis Schützlinge kicken in der EM-Qualifikation mit, beim Eurovision Song Contest darf Aserbaidschan ebenfalls mitmischen – und hat hier im Gegensatz zu den Fußballern schon Siegermentalität bewiesen.
Textauszug: Die weit verbreitete Wetterlüge wird gleich nach der Ankunft entlarvt. Kaum hat das Wasserflugzeug nach dem knapp 30-minütigem Flug von Malé zum Ari Atoll sanft auf den noch sanfteren Wogen des Indischen Ozeans aufgesetzt, fallen doch tatsächlich ein paar Regentropfen vom Himmel. Von wegen 365 Tage Sonnenschein im Jahr auf Rangali. Vielleicht sind es aber auch nur Freudentränen, die hier in einem der schönsten Flecken der Malediven als eine Art Begrüßungsritual fließen. Angesichts des fast dreiminütigen „Dauerregens“ beschleicht einen unweigerlich das Gefühl, man könne hören, wie die einheimische Flora mit einem gierigen Gluck-Gluck das überaus seltene Nass aufsaugt.
Textauszug: Diese Waschmaschine ist ein Hamsterrad. Das größte der Welt. Ein Hamsterrad, das von bis zu 10.000 Menschen mit ihrer Muskelkraft bewegt wird. Zu Spitzenzeiten wurden hier bis zu einer Million Wäschestücke am Tag gereinigt. Heute sind es nur noch halb so viele. Eine Massenabfertigung unter freiem Himmel, bei der vor allem der Schweiß in Strömen fließt. Dhobi Ghat heißt die gigantische Freiluftwäscherei inmitten der indischen Millionenmetropole Mumbai. Selbst an warmen Tagen steigen heiße Dampfwolken über dem zehn Hektar großen Areal unweit des Bahnhofs Mahalaxmi auf. Berge von Wäsche türmen sich neben den mehr als 800 Wasserbecken. Noch mehr Wäsche ist zum Trocknen auf Hunderten von Wäscheleinen aufgehängt. Hier herrscht das organisierte Chaos.
Textauszug: Obschon die Sport Utility Vehicles, wie die Geländelimousinen offiziell heißen, gerne mal den einen oder anderen Liter Sprit mehr verbrauchen, verfügt Baku über die gefühlt größte Dichte an SUVs weltweit. Kein Wunder, bei Dieselpreisen von umgerechnet 60 Cent und Benzinpreisen von knapp 70 Cent. Und so eine geländegängige Riesenschleuder wäre jetzt genau richtig. Denn rund eine Autostunde südwestlich der aserbaidschanischen Hauptstadt biegt der Kleinbus von der Hauptstraße in eine buckelige Lehmstraße inmitten der Steppenwüste ab. Nur überaus langsam kommt das Gefährt voran. Jede Schnecke könnte den Minibus vermutlich locker überholen. Doch die tiefen Löcher lassen kein höheres Tempo zu – zumindest, wenn ein Achsbruch vermieden werden soll.
Textauszug: Mehr Robinson-Feeling geht nicht. Dazu wirkt das Ganze wie eine Fata Morgana. Mitten im Nichts, mitten im Indischen Ozean liegt die vielleicht 120, 130 Meter lange und 20 Meter breite Sandbank. Während Daniel Defoes Romanheld Crusoe Schiffbruch erlitt und auf einer unbekannten Insel verschollen ist, nähern wir uns im gemächlichen Tempo auf einem kleinen, weißen Motorboot dem von Wellen umspülten Sandhaufen. Doch dies ist beileibe nicht der einzige Unterschied zu der literarischen Figur: Während Robinson bekanntlich auf Freitag wartete, sind wir hierher gekommen, um inmitten der Inselwelt der Malediven den Sonnenuntergang zu erwarten. Und dies ganz stilvoll in einem außergewöhnlichen Ambiente mit nur einer Handvoll Leuten.
Textauszug: So müssen sich Ölsardinen fühlen. Der Neoprenanzug ist eng wie eine Wurstpelle, lässt sich nur mit großer Mühe über die Oberschenkel streifen. Tauchlehrerin Alice zieht den Reißverschluss am Rücken hoch. Schon fühlt man sich ein wenig wie ein muskulöses Kraftpaket, wie ein Rocky Balboa mit Schwimmflossen und Bleigurt. Doch der optische Eindruck täuscht. Kaum ist die höllenschwere Sauerstoffflasche auf den Rücken geschnallt, gehe ich fast unweigerlich in die Knie. Und das soll Spaß machen? Die Skepsis steigt. Wie soll man sich als Pellwurst mit Stein auf dem Rücken im Wasser bewegen können?