Abheben neben Adele: Lieblingsnachbarn für den Flug

Textauszug: Das Leben ist kein Wunschkonzert. Die Sitzplatz-Vergabe-Lotterie im Flugzeug ebenfalls nicht. Und doch hoffen nicht wenige, im Flieger einen halbwegs passablen Platz zu ergattern. Einen, ohne eine ungemeldete Massendemonstration mit Welkfleisch, das über die Lehne schwappt, als Sitznachbarn. Auch sollten die Zufallsbekanntschaften weder unangenehme Gerüche absondern, noch chronisch unruhig hin und her rutschen oder einen ohne Punkt und Komma volltexten. Gut, mit dem nötigen Kleingeld lässt sich so eine Art von Reisebegleitung weitgehend ausschließen. Dazu könnten zwei Plätze im Flieger oder gleich die Business-Klasse gebucht werden. Wobei Letztere nicht auf allen Strecken und von allen Airlines vorgehalten wird.

Thema: Neben wem Passagiere im Flugzeug gerne sitzen möchten
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Polonäse über den Wolken

passengers-519008_1280Textauszug: Auf langen Flügen benötigen Passagiere Langmut, um nicht in chronische Langeweile zu verfallen. Dabei wird nicht nur das Sitzfleische einem Härtetest unterzogen. Gelenke schmerzen, Beine schwellen an, der Nacken wird steif und der Rücken kommt sich vor, als sei er an einen Materpfahl gebunden. Bei zehn, zwölf Stunden Flugzeit von einem Kontinent zum anderen mangelt es ungeachtet des Bemühens der Airlines an Abwechslung für die Fluggäste. Dabei zählt schon die zusammen gemantschte Pampe, die manche Airlines als Mahlzeit anbieten, zu den Highlights. Außer „Bubu“ zu machen, bleibt in der Regel sonst nicht viel zu tun. Die Chance, einen charmanten und unterhaltsamen Sitznachbarn beim Zufallslotto der Sitzplatzvergabe zu ergattern, ist etwa so groß wie Neuschnee am 3. August in Berlin.

Thema: Wie Airlines auf Langstreckenflügen Langeweile verhindern könnten
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Luftige Geschmacksverwirrung

TomatensaftTextauszug: Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten – allenfalls wundern. Wobei sich viele auch über sich selber wundern dürften, wenn ihre Geschmacksknospen in der Höhenluft wieder einmal völlig verwirrt sind. Wie von Geisterhand gesteuert, erwischen sich die Flugpassagiere selber dabei, wie sie, warum auch immer, bei der netten Flugbegleiterin einen Tomatensaft bestellen, um die Lippen mit dem roten Extrakt der ausgequetschten Nachtschattengewächse ein wenig zu benetzen. Am Boden und im echten Leben käme wohl kaum jemand auf die Idee, den roten Gemüsesaft in einer Kneipe zu ordern oder gar in sich hineinzuschütten.

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